Mantrailer Einsatz am Heiligabend 2010
Auf Anordnung der Präfektur wurde am 24.12.2010 gegen 19:00 Uhr ein Mantrailer angefordert um eine suizid gefährdete Frau zu suchen.
Danilo Motta wurde zu einem Parkplatz in Visano gebracht, auf welchem das Fahrzeug der Vermissten abgestellt war. Polizeikräfte öffneten den Wagen, auf dessen Fahrersitz sich eine Windjacke befand. Herr Motta lies verifizieren, dass sich diese Jacke im persönlichen Besitz der vermissten Frau befand. Als dies verlässlich bestätigt werden konnte, wurde das Kleidungsstück ordnungsgemäss als Geruchsträger eingetütet.
Als Abgangspunkt für den Hund diente direkt das abgestellte KFZ. Der Hund hat auf den ersten Metern immer wieder angehalten um mehr oder weniger intensiv zu schnüffeln. Dieses Verhalten, welches leicht mit einer Unsicherheit des Hundes verwechselt werden kann, wurde davon begleitet, dass der Hund immer wieder den Kopf hob, um schliesslich eindeutig in Richtung des nahegelegenen Flusses Chiese zu tendieren. Während dieser Phase wurde der Hund durch den Hundeführer nicht durch Motivation beeinflusst.
Am Chiese, welcher zu dieser Zeit aufgrund der Witterung der vergangenen Tage extrem viel Wasser mit einer nicht unerheblichen Strömung führte, angekommen, führte der Hund den Suchtrupp in Richtung eines Hügels am Rande des Flusses.
Auf dem Hügel angekommen, setzte der Hund sich am Abgrund vor dem Wasser und signalisierte mit seinem Blick in Richtung Hundeführer, dass die Spur hier endete.
Danilo Motta erklärte der Polizei, dass die Frau von diesem Punkt aus ins Wasser gestürzt sei. Daraufhin wurde der Traileinsatz beendet.
Am Morgen des 25.12.2010 erhielt Danilo Motta die Nachricht von der Polizeipräfektur, dass die Frau gegen Mitternacht ca. 15 km flussabwärts tot aus dem Wasser gezogen wurde.
Sie dürfte ihre Windjacke bewusst im Fahrzeug gelassen haben um zu verhindern, dass sie durch diese im Wasser Auftrieb erhält. Anschliessend hat sie sich den optimalen Punkt gesucht, um sich von dort aus in den Fluss fallen zu lassen.
